Vael'Thunar - Hüter der Sternen-Eichen
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Wieder ein aus meiner Fantasie entstandene Figur. Gut als Boss nutzbar.
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In den ältesten Tagen, lange bevor Namen in Stein gemeißelt wurden, atmete die Welt in tiefem Gleichklang mit den Sternen. Wälder wuchsen wie Ozeane aus Blättern, ihre Kronen berührten das Firmament. Inmitten dieses grenzenlosen Grüns erhob sich ein heiliger Hain: der Ort, an dem Himmel und Erde einander flüsterten. Dort wurde Vael’Thunar geboren.
Er war nicht Fleisch und nicht Holz, und doch beides zugleich. Sein Körper formte sich aus den Wurzeln des ältesten Weltenbaumes, genährt von Sternenlicht, das in Tränen aus dem Nachthimmel fiel. Sein Herz schlug im Rhythmus der Jahreszeiten, und seine Augen trugen den Glanz ferner Sonnen. Die Hörner, die sein Haupt krönten, waren wie Kristallgestirne – ein Sternbild, das auf Erden wandelte.
Die Völker kannten ihn nicht als König durch Herrschaft, sondern durch Präsenz. Wo er ging, ergrünte verbranntes Land; wo er weinte, regnete es, und wo er stand, schwieg selbst der Wind. Er war Beschützer des Gleichgewichts, Bändiger der Kräfte zwischen Wachstum und Vergehen.
Doch mit der Zeit kamen jene, die die Sterne nicht als Wunder sahen, sondern als Wege, Macht zu rauben. Sie schnitten die Wälder, gruben in die Erde und rissen Wurzeln aus, die älter waren als ihr eigenes Denken. Die Welt begann zu bluten.
Als der Weltenbaum selbst erkrankte, erhob Vael’Thunar seine Arme gen Himmel. Die Kristalle seiner Geweihspitzen strahlten wie Kometen, und eine Hymne, älter als jedes Wort, erfüllte die Welt. Die Sterne antworteten. Ein Strom kosmischer Energie floss in die Erde zurück. Wälder wuchsen erneut, Flüsse fanden ihre Wege, und Leben kehrte in das Land zurück.
Doch ein solcher Ruf fordert einen Preis.
Sein Körper versteinert nun langsam, als Baum und Stern sich endgültig verbinden. Er steht heute im Herzen des ältesten Waldes, unbeweglich, aber lebendig. Sein Blick ruht auf dem Himmel, sein Herz schlägt im Erdreich, und sein Lied klingt in jedem Blatt, das sich im Wind bewegt.
Es heißt:
Wenn das Gleichgewicht erneut zu brechen droht,
wenn die Welt ihren Atem verliert,
dann werden seine kristallenen Hörner erneut erstrahlen.
Und Vael’Thunar wird wieder gehen.